Wie spare ich Energie und sichere gleichzeitig die Trinkwasserhygiene?

Wie sich beide Ziele unter den Voraussetzungen der DGKH-Stellungnahme 2023 verbinden lassen.

Der scheinbare Widerspruch

Trinkwasserhygiene schreibt hohe Temperaturen vor – Energiesparen verlangt niedrige. Dieser Zielkonflikt kostet Betreiber jedes Jahr viel Geld und scheinbar keine Lösung.

❌ Das klassische Dilemma

  • Legionellenschutz erfordert ≥ 60°C Warmwassertemperatur
  • Hohe Temperaturen bedeuten hohe Heizkosten
  • Wärmepumpen verlieren bei 60°C+ drastisch an Wirkungsgrad
  • Hydraulischer Abgleich mit thermostatischen Ventilen funktioniert in der Praxis nicht zuverlässig
  • Ergebnis: hohe Kosten, unsichere Hygiene – oder beides

✅ Die GTS-Lösung

  • UF-Membran hält filtrierbare Mikroorganismen am Membranmodul mechanisch zurück
  • Eine Anpassung der Warmwassertemperatur ist nach DGKH-2023-Voraussetzungen möglich
  • Niedrigere Vorlauftemperaturen verbessern den Arbeitsbereich von Wärmepumpen; COP-Potenzial objektspezifisch
  • Elektronischer hydraulischer Abgleich unterstützt eine gleichmäßige Versorgung der Stränge
  • Energiepotenzial objektspezifisch; Trinkwasserhygiene als Gesamtkonzept
Referenz
Energiepotenzial
objektspezifisch; in einem Referenzprojekt (Wohngebäude Hamburg) dokumentiert
Referenz
COP-Gewinn
objekt- und systemabhängig; in einem Referenzprojekt (Kommune Nordfriesland) dokumentiert
DGKH 2023
Voraussetzungen
für eine Temperaturanpassung nach DGKH-Stellungnahme 2023

Wissenschaftliche Grundlage – DGKH 2023

Die DGKH-Stellungnahme „Legionellosen und Energiesparmaßnahmen" vom 01.02.2023 (S. 5) beschreibt die Voraussetzungen für eine Absenkung der Trinkwarmwassertemperatur auf 55 °C am Trinkwassererwärmer und ≥ 50 °C in der Zirkulation (≥ 52 °C an den Zirkulationsventilen): einwandfreie Installation, keine Legionellen-Überschreitung in der letzten Untersuchung der zurückliegenden drei Monate, kontinuierliche Messwertüberwachung mit ≥ 15-Minuten-Mittelwerten und Information des zuständigen Gesundheitsamts. Eine darüber hinausgehende Absenkung ist im Einzelfall mit dem zuständigen Gesundheitsamt zu prüfen.

Die GTS-Lösung in drei Schritten

Drei Komponenten – ein System. Zusammen unterstützen sie ein hygienisch tragfähiges Gesamtkonzept und schaffen die nach DGKH 2023 erforderliche Datengrundlage.

1

GTS Ultrafiltration

Physikalische Membranbarriere

Die UF-Membran (Porengröße 0,01–0,1 µm) hält Legionellen am Membranmodul mechanisch zurück – unabhängig von der Wassertemperatur. Eine Anpassung der Warmwassertemperatur im System ist nach DGKH-Stellungnahme 2023 nur unter eng definierten Voraussetzungen möglich.

Mehr zur Ultrafiltration
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2

GTS Control

Elektronischer hydraulischer Abgleich

GTS Control unterstützt eine gleichmäßige Versorgung der Stränge mit warmem Wasser – auch bei einer nach DGKH 2023 zulässigen Temperaturanpassung. Elektronisch, kontinuierlich messend, per LoRa-Funk nachrüstbar. Die gleichmäßige Versorgung der Stränge ist ein Baustein der hygienischen Betriebsführung.

Mehr zu GTS Control
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GTS Board

Kontinuierliches Monitoring & Dokumentation

GTS Board erfasst Temperaturen und Betriebszustände kontinuierlich. Bei definierten Schwellwertabweichungen werden Alarmmeldungen ausgelöst. Die archivierten Daten können der Behördenabstimmung zugeführt werden; Bewertung der Daten und Erfüllung der Betreiberpflichten nach Trinkwasserverordnung bleiben beim Betreiber.

Mehr zu GTS Board
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Für welche Gebäude lohnt sich das besonders?

🏢

Wohnungsbaugesellschaften

Große Liegenschaften mit hohem Energiebedarf. Das Energiepotenzial ist objektspezifisch; auf viele Einheiten hochgerechnet ergeben sich relevante jährliche Größenordnungen.

♨️

Gebäude mit Wärmepumpe

Niedrigere Vorlauftemperaturen verbessern den Arbeitsbereich der Wärmepumpe. Eine Anpassung der Warmwassertemperatur ist nach DGKH-Stellungnahme 2023 unter eng definierten Voraussetzungen möglich; das COP-Potenzial ist objekt- und systemabhängig.

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Pflegeheime & Hotels

Besondere hygienische Anforderungen bei schutzbedürftigen Personen oder Gästen. Die physikalische Membranbarriere unterstützt das hygienische Gesamtkonzept; die kontinuierliche Dokumentation erleichtert die Nachweispraxis.

🏗️

Neubauten & Sanierungen

GTS-Lösungen sind von Anfang an integriert oder werden als Nachrüstung eingebaut. Ideal in Kombination mit der Wärmewende-Planung und CO₂-Reduktionszielen.

Aus der Praxis

22%

Wohngebäude in Hamburg

In diesem Referenzprojekt dokumentierte Energieeinsparung bei Heizung und Warmwasserbereitung. Die zugehörigen Betriebsbedingungen (Anlagentechnik, Hydraulik, Nutzungsprofil) sind objektspezifisch; eine Übertragung auf andere Gebäude ist im Einzelfall zu bewerten.

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47%

Kommune in Nordfriesland

In diesem Referenzprojekt dokumentierte Wirkungsgradsteigerung einer Wärmepumpe nach Anpassung der Trinkwarmwasser-Speichertemperatur in Verbindung mit GTS-UF. COP-Gewinn ist objekt- und systemabhängig.

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Unterkunftsheim in Norddeutschland

Gebäude mit Legionellenkontamination konnte nach Einbau der GTS-UF-Anlage wieder bezogen werden. Professionelle Desinfektion allein hatte nicht gereicht.

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Häufige Fragen

Kann ich Energie sparen und gleichzeitig die Trinkwasserhygiene sichern?

Eine Temperaturanpassung im Warmwassersystem ist nach DGKH-Stellungnahme 2023 unter eng definierten Voraussetzungen möglich – insbesondere einwandfreie Installation, kontinuierliche Messwertüberwachung mit ≥ 15-Minuten-Mittelwerten und Information des zuständigen Gesundheitsamts. GTS Ultrafiltration als physikalische Membranbarriere und GTS Control für den dokumentierten hydraulischen Abgleich unterstützen diese Voraussetzungen. Das Energiepotenzial ist objektspezifisch.

Warum verbraucht Trinkwasserhygiene so viel Energie?

Die klassische Methode zur Legionellenprävention ist thermische Desinfektion: Das Warmwasser muss dauerhaft bei mindestens 60°C gehalten werden. Das kostet enorm viel Energie – besonders in Gebäuden mit langen Leitungsnetzen. Bei Wärmepumpen ist das noch problematischer: Die Pumpe verliert bei 60°C+ drastisch an Wirkungsgrad.

Wie viel Energie lässt sich durch eine Temperaturabsenkung mit UF sparen?

Energiepotenziale wurden im Forschungsprojekt ULTRA-F (u. a. TU Dresden) untersucht. Das konkrete Einsparpotenzial hängt von Gebäude, Wärmeerzeuger, Nutzungsverhalten und Hilfsenergiebedarf ab und ist objektspezifisch zu bewerten. Auf Anfrage erstellt GTS eine objektspezifische Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Was sagt die DGKH zur Temperaturabsenkung?

Die DGKH-Stellungnahme „Legionellosen und Energiesparmaßnahmen" vom 01.02.2023 (S. 5) beschreibt die Voraussetzungen für eine Absenkung der Trinkwarmwassertemperatur auf 55 °C am Trinkwassererwärmer und ≥ 50 °C in der Zirkulation (≥ 52 °C an den Zirkulationsventilen): einwandfreie Installation, keine Legionellen-Überschreitung in der letzten Untersuchung der zurückliegenden drei Monate, kontinuierliche Messwertüberwachung mit ≥ 15-Minuten-Mittelwerten und Information des zuständigen Gesundheitsamts.

Welche Investition ist nötig und wann amortisiert sie sich?

Investition und Amortisation einer GTS-Lösung (UF-Anlage + GTS Control) sind objektspezifisch und hängen von Gebäudegröße, Wärmeerzeuger, Hilfsenergiebedarf, Wartungskosten und etwaigen Förderungen ab. Auf Anfrage erstellt GTS eine objektspezifische Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Ist die Lösung auch für Bestandsgebäude geeignet?

Ja. GTS Control arbeitet per LoRa-Funk – ohne Kabel, ohne Umbau. Die Nachrüstung in bestehende Warmwassersysteme ist in der Regel in einem Tag abgeschlossen. GTS-UF-Anlagen werden ebenfalls als Nachrüstlösung angeboten und lassen sich in bestehende Trinkwasserinstallationen integrieren.

Welches Potenzial hat Ihre Liegenschaft?

Wir analysieren Ihre Liegenschaft und ordnen Energiepotenzial und Trinkwasserhygiene objektspezifisch ein – inklusive Hinweisen zur regulatorischen Einordnung.

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