Wärmepumpe & Legionellen
Der Zielkonflikt zwischen Trinkwarmwasserhygiene und Wärmepumpen-Effizienz – und wie GTS-Systeme im Rahmen der DGKH-2023-Voraussetzungen einen Beitrag dazu leisten können.
Das Problem: 60°C Warmwasser macht die Wärmepumpe ineffizient
Wärmepumpen sind bei niedrigen Temperaturen am effizientesten. Doch der Gesetzgeber schreibt zum Schutz vor Legionellen regelmäßiges Aufheizen auf 60°C vor. Das ist für Wärmepumpen ein echtes Problem:
❌ Ohne Ultrafiltration
- ⚠Warmwasser muss auf 60 °C / 55 °C in der Zirkulation gehalten werden → höherer Energiebedarf
- ⚠Wärmepumpe arbeitet bei höheren Vorlauftemperaturen weniger effizient
- ⚠Häufiges Takten → erhöhter Verschleiß
- ⚠COP der Wärmepumpe sinkt bei höheren Vorlauftemperaturen deutlich
- ⚠Regelmäßiges Legionellen-Schutzprogramm im WP-Betrieb
- ⚠Verbrühungsrisiko an Entnahmestellen
✅ Mit GTS Ultrafiltration
- ✓Eine Anpassung der Warmwassertemperatur ist nach DGKH-2023-Voraussetzungen möglich
- ✓Niedrigere Vorlauftemperaturen verbessern den Arbeitsbereich der Wärmepumpe
- ✓Weniger Takten → potenziell längere Lebensdauer
- ✓COP-Gewinn objekt- und systemabhängig (in einem Referenzprojekt: Kommune Nordfriesland dokumentiert)
- ✓Reduziertes Verbrühungsrisiko an Entnahmestellen
- ✓Energie- und CO₂-Potenzial objektspezifisch zu bewerten
Wärmepumpen-Effizienz im Referenzprojekt: 47 % gemessen
TWW-Temp. min. 55 °C → Wärmepumpe konnte Wärme nicht effizient in den Speicher übertragen, taktete stark (Verschleiß, ungünstige Energiebilanz).
GTS-UF-Anlage eingebaut → TWW-Speichertemperatur in diesem Projekt auf 47 °C reduziert. GTS-UF wirkt als physikalische Membranbarriere am Einbauort; die regulatorische Bewertung erfolgte einzelfallbezogen mit dem zuständigen Gesundheitsamt.
In diesem Referenzprojekt 47 % Energieeinsparung beim Wärmepumpen-Betrieb. Wärmepumpe überträgt Wärme effizienter in den Speicher; deutlich weniger Takten. Übertragbarkeit auf andere Gebäude ist im Einzelfall zu bewerten.
Häufige Fragen: Wärmepumpe & Legionellen
Welche Nachteile hat eine Warmwasseranlage mit Wärmepumpe?+
Wärmepumpen arbeiten bei niedrigen Vorlauftemperaturen mit höherem Wirkungsgrad. Bei den für die thermische Hygiene erforderlichen Temperaturen (60 °C am Trinkwassererwärmer / 55 °C am Wiedereintritt der Zirkulation nach DGKH 2023) sinkt der COP, häufiges Takten kann zu erhöhtem Verschleiß führen. Eine Anpassung der Warmwassertemperatur ist nach DGKH-Stellungnahme 2023 nur unter eng definierten Voraussetzungen möglich; das Energiepotenzial ist objektspezifisch.
Wie ist das Legionellen-Programm der Wärmepumpe einzuordnen?+
Das Legionellen-Schutzprogramm der Wärmepumpe ist in der Regel Bestandteil der Werkseinstellungen und erhitzt das Warmwasser regelmäßig auf 60 °C. Eine Anpassung des Programms im Rahmen einer DGKH-2023-konformen Bewertung kann mit dem zuständigen Gesundheitsamt geprüft werden – Voraussetzungen sind unter anderem einwandfreie Installation, kontinuierliche Messwertüberwachung mit ≥ 15-Minuten-Mittelwerten und Information des zuständigen Gesundheitsamts.
Wärmepumpe Warmwasser 50 Grad – wie ist das einzuordnen?+
Die DGKH-Stellungnahme 2023 (S. 5) sieht unter den dort genannten Voraussetzungen Werte von ≥ 50 °C in der Zirkulation und 55 °C am Trinkwassererwärmer vor. Eine darüber hinausgehende Absenkung ist im Einzelfall mit dem zuständigen Gesundheitsamt zu prüfen. GTS-Ultrafiltrationsanlagen wirken als physikalische Membranbarriere am Einbauort; die Bewertung der Gesamtanlage erfolgt einzelfallbezogen.
Lohnt sich eine UF-Anlage bei einer Wärmepumpe wirtschaftlich?+
Das Einsparpotenzial ist objektspezifisch. Im Referenzprojekt Kommune Nordfriesland wurden 47 % Energieeinsparung beim WP-Betrieb dokumentiert. Faktoren wie Wärmequelle, Wärmeverteilung, Speicherauslegung, Nutzungsprofil, Hilfsenergiebedarf der UF-Anlage und Wartungskosten sind in eine objektspezifische Wirtschaftlichkeitsbetrachtung einzubeziehen — diese erstellen wir auf Anfrage individuell.
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