Ultrafiltration erklärt

Was ist Ultrafiltration? Wie funktioniert sie? Warum ist sie die sicherste Methode gegen Legionellen – und was macht GTS-Anlagen einzigartig?

Was ist Ultrafiltration?

Ultrafiltration (UF) ist eine Membrantechnologie zur physikalischen Wasseraufbereitung. Das Wasser wird durch eine semipermeable Membran mit Poren von 0,02 bis 0,1 Mikrometer gepresst. Alles was größer ist als diese Poren – also Bakterien, Legionellen, Rost und Partikel – bleibt zurück.

Legionellen sind 0,3–0,9 Mikrometer groß. Die UF-Membran ist 3- bis 45-mal feiner. Sie können die Membran physikalisch nicht passieren – unabhängig von Temperatur, pH-Wert oder sonstigen Wasserparametern.

Was UF zurückhält

  • Legionellen (0,3–0,9 µm) – 100%
  • Alle anderen Bakterien – 99,9%+
  • Viren (teilweise, je nach Porengröße)
  • Rost, Sedimente, Metallpartikel
  • Trübstoffe und Biofilm-Fragmente
  • Mikroplastik

Was UF durchlässt

  • Wasser-Moleküle
  • Kalzium, Magnesium, Natrium (Mineralien)
  • Kein Kalk wird entfernt
  • Keine Geschmacksveränderung
  • Kein Geruchseinfluss

Filterfeinheit im Vergleich

Mechanischer Filter (80 µm)80 µm

Pflicht nach TrinkwV – hält groben Schmutz zurück, nicht Bakterien

Mikrofiltration (0,1–10 µm)0,1–10 µm

Hält viele Bakterien zurück – nicht alle Legionellen sicher

GTS Ultrafiltration (0,02–0,1 µm)0,02–0,1 µm

100% Legionellen – sicherste Membranfiltration für Trinkwasser

Umkehrosmose (< 0,001 µm)< 0,001 µm

Entfernt auch Mineralien – für Trinkwasser meist zu aufwendig

Ist Ultrafiltration in Deutschland zugelassen?

Ja – und sie ist rechtlich gut abgesichert:

TrinkwV § 20

UF-Membranen sind als Wasseraufbereitungsprodukt gelistet und zugelassen.

DVGW W 551

Öffnungsklausel gibt UF frei – wenn mikrobiologische Wirksamkeit nachgewiesen ist.

Umweltbundesamt

Erkennt UF als alternatives Verfahren zum Legionellenschutz an.

Gesundheitsämter

Viele Ämter sind auf UF-Technologie geschult und akzeptieren den Einbau. GTS begleitet Sie.

Häufige Fragen zur Ultrafiltration

Was filtert Ultrafiltration – und was lässt sie durch?+

UF hält zurück: Bakterien, Legionellen, Viren (teilweise), Rost, Trübstoffe, Mikroplastik. Durch die Membran passieren: Wasser, Mineralien (Kalzium, Magnesium), gelöste Salze. UF verändert weder Geschmack noch Geruch des Wassers.

Verändert Ultrafiltration das Wasser – werden Mineralien herausgefiltert?+

Nein. Im Gegensatz zur Umkehrosmose lässt UF Mineralien wie Kalzium und Magnesium vollständig durch. Das Wasser behält seinen natürlichen Mineraliengehalt, Geschmack und Geruch unverändert.

Führt Ultrafiltration zu einem Druckverlust?+

Bei herkömmlichen UF-Anlagen ja. GTS-Anlagen haben eine integrierte Pumpensteuerung, die den Druckverlust automatisch ausgleicht – kein spürbarer Druckverlust, egal wie viele Zapfstellen geöffnet sind.

Gibt es Nachteile oder Risiken der Ultrafiltration?+

Ohne aktives Strömungsmanagement können sich Keime auf der Filtermembran ansiedeln (Stagnationsproblem). GTS löst das durch das patentierte Crossflow-Prinzip mit integrierter Pumpe, die auch in Ruhephasen für kontinuierliche Strömung sorgt.

Wie oft müssen UF-Filter gewechselt werden?+

Bei GTS-Anlagen frühestens nach 24 Monaten – deutlich länger als bei herkömmlichen Filtern, weil das Crossflow-Prinzip die Membran kontinuierlich freispült. GTS übernimmt das Monitoring und meldet Tauschbedarf proaktiv.